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(Fast) Alle Vögel sind noch da: Gedeckter Tisch für Wintervögel und NABU-Zählaktion

Es ist wieder soweit: der Naturschutzbund (NABU) ruft noch bis zum 8. Januar zu seiner alljährlichen Mitmachaktion Stunde der Wintervögel auf. Also macht es wie wir und geht in den Garten und zählt, was da so vorbeifliegt. Natürlich war es wie immer: unsere Futterstellen waren ratzeputz leer. Wir hängen immer gleich mehrere Meisenknödel auf. Aber die Heerscharen von frechen Spatzen, die unseren Garten bevölkern, machen meist kurzen Prozess. Diesmal haben wir den Vögeln selbst ein Mahl kredenzt. Die Kinder hatten für Futterglocken kleine Tontöpfe bemalt und wir haben eine Masse aus Kokosfett und losem Vogelfutter zubereitet, die wir dann in die Töpfe, in eine halbe Kokosnussschale und in alte Kaffeetassen gestrichen haben. Schön dicht, damit die Masse auch lange in den Gefäßen bleibt und die Piepmätze lange daran Freude haben. Wir konnten dann sogar neben Feld- und Haussperling auch unser Rotkehlchen und eine Blaumeise beobachten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ruhig und geduldig sich die Kinder bei der Aktion tatsächlich auf die Lauer legen.

Einen vogelfreundlichen Garten kann man übrigens pflanzen! Natürlich sind da zunächst die dichten Hecken, die den Tieren ganzjährig als Rückzugsort und im Frühjahr oft sogar als sicherer Nistplatz dienen. Wenn wir heimische Wildsträucher, Bäume, Stauden und Blumen bevorzugen, dann finden die Vögel an Wildrose, Liguster und Weißdorn mit ihren Früchten auch im Winter einen reich gedeckten Tisch. Auch die Samenstände von Nachtkerze oder Königskerze bieten vielen Arten noch in der kalten Jahreszeit Futter. Wir lassen das Laub im Winter größtenteils auf den Beeten liegen – darunter finden insektenfressende Vögel wie Meisen, Amseln und Rotkehlchen leichter kleine Tierchen.

Wenn das Dekor stimmt: Die erste Rosenblüte 2023.

Natürlich lassen sich die Wintervögel auch im nächstgelegenen Park oder – wer Glück hat – sogar vom Fenster aus beobachten und zählen.

Viele Tipps für einen vogelfreundlichen Garten und alle Infos sowie das Meldeformular für die Mitmachaktion Stunde der Wintervögel findet ihr auf den Seiten des NABU.

Eislichter im Advent: Frostig, filigran und vergänglich

Wenn es draußen richtig frostig ist, dann ist für uns die Zeit gekommen, ganz zauberhafte Lichter herzustellen – und dieses Mal ist es zum vierten Advent soweit! Diese Lichter sind einfach zu machen: Ihr braucht nur ein paar Luftballons, Wasser und klirrende Kälte!

Wir haben die Luftballons mit Wasser gefüllt, mit Knoten versehen und auf dem Balkon gelagert. Das ganze funktioniert natürlich auch im Gefrierfach, aber da das ja vor Weihnachten oft eh schon rappelvoll ist und ich finde, dass es für die Kinder beeindruckender und spannender ist, wenn die Eisskulpturen „natürlich“ entstehen, ist für uns der Balkon oder der Garten die erste Wahl bei dem Prozedere. Je nachdem wie weit die Temperaturen unter Null Grad liegen, dauert es ein, zwei, drei Nächte, bis die Kugeln fertig sind.

Wenn es draußen friert, wird es bunt auf unserem Balkon.

Ihr könnt die Kugeln auch nicht komplett durchfrieren lassen und das restliche Wasser aus der Mitte einfach ausgießen. Dazu entfernt ihr vorsichtig die Ballonhaut und schlagt beispielsweise mit einem Schraubendreher vorsichtig ein Loch in die Eisschale. Wenn ihr das Loch nun entsprechend erweitert und ein Teelicht hereinstellt, taucht ihr jeden Außenbereich, ob Garten oder Balkonkasten, in zauberhaftes Licht.

Vollständig durchgefrorene Kugeln ergeben wunderschöne Eisskulpturen. Ihr könnt sie stapeln und ebenfalls mit einer kleinen Kerze, beispielsweise mit einem Friedhofslicht für lange Brenndauer, illuminieren.

Illuminierte Eiskugeln sind ein hübscher Blickfang im Winterbeet – vor allem in den dunklen Stunden.

Und nach dem Hantieren mit dem Eis schmeckt der heiße Kakao gleich noch viel besser! Viel Spaß beim Ausprobieren!

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